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Kategorie: Bücherblog

Euphoria – Lily King

Also buchtechnisch ist 2016 für mich ein ziemlich zähes Jahr, auf ein gutes und fesselndes Buch kommen zur Zeit mindestens 8-10 langweilige und ‚abgebrochene‘ Bücher (Bücher nicht zu Ende zu lesen musste ich erst lernen – unter anderem aus Respekt vor der Arbeit des Autors hab ich mich eigentlich immer gezwungen, ein Buch – auch wenn es mich gar nicht gepackt hat – zu Ende zu lesen – aber ich bin mittlerweile richtig gut darin geworden, das einfach sein zu lassen, wenn es mir nicht gefällt 😉 ). Ein sehr großer Lichtblick war ‚Euphoria‘ von Lily King, ein Buch über…

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Vorläufige Chronik des Himmels über Pildau – Max Scharnigg

Bei diesem Buch habe ich doch ein bisschen gezögert, ob ich es in meine Lieblingsbücher Reihe mit aufnehmen soll. Aber es ist doch über große Erzählstrecken ein ungewöhnliches, magisches und anrührendes Buch, das zumindest bis jetzt aus der Menge der gelesenen Bücher heraussticht – daher ist es dann doch eines meiner Lieblinge oder besser vielleicht – ein besonderes Buch. Drei Generationen von Männern leben auf einem Einsiedlerhof, der Großvater ein Erfinder, Ludwig, der Vater,  eine Art Wissenschaftler und der zu Beginn der Geschichte sechsjährige Jasper Honigbrod. Die ‚Opis‘ wie Jasper die Erwachsenen nennt, sind völlig weltfremd, ziemlich verschroben und doch…

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The Versions of Us – Laura Barnett

Eines meiner (zugegeben nicht wenigen 😉 ) Lieblingsgedichte ist ‚The road not taken‘ von Robert Frost. Es beschreibt einen Reisenden, der an einer Weggabelung steht und überlegt, welchen Weg er einschlagen soll. Und der es bedauert, dass er nicht beide Wege gehen kann. Dies gelingt allerdings Laura Barnett – in ihrem Roman entwirft sie drei mögliche Lebensgeschichten für ihre beiden Protagonisten Eva und Jim. Ich empfand das Buch wie eine Art Tanz, um die beiden herum bewegen sich Partner, Kinder, Orte, Freunde, viele der großen Wegmarkierungen tauchen in allen drei Versionen auf, haben aber dort unterschiedliche Auswirkungen, manche Entscheidungen verändern…

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Five Bells – Gail Jones

Ein sonniger Samstag in Sydney, vier Menschen sind mit ganz unterschiedlichen Zielen und Absichten unterwegs zum Circular Quay, dem Platz, an dem das Opernhaus steht. Jede ist mit schmerzhaften Erinnerungen beschäftigt, zwei der Personen, Ellie und James waren vor 30 Jahren ein Liebespaar und treffen sich nun wieder, Catherine trauert um ihren Bruder und Pei Xing erinnert sich an ihre Kindheit und Jugend in China. Was sie aber alle miteinander verbindet, ist ein Moment auf dem Platz, ein ganz kurzer, beiläufiger Eindruck von einem kleinem Mädchen – der am Abend eine ganz andere Qualität und Bedeutung erhält. Anfangs fand ich…

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Nachts ist es leise in Teheran – Shida Bazyar

Vier Familienmitgliedern erzählen ihre Geschichte, die sich über 4 Jahrzehnte spannt. Den Beginn macht Behsad, der 1979  als junger Mann nach der Vertreibung des Schahs für eine neuen Iran demonstriert und schließlich auch kämpft. Seine Frau Nahid erzählt von den ersten schwierigen Jahren in der deutschen Provinz, von der Fremdheit, vom Heimweh, von der Sorge um Familie und Freunde – und auch wie schwer es für sie ist, zuzusehen, wie sich ihre drei Kinder immer mehr in eine ihr fremde Gesellschaft integrieren. Laleh schließt sich an und schildert die zwei Welten, in denen sie sich zurechtfinden muss, die ihrer Kindheit im Iran,…

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All That is Solid Melts into Air – Darragh McKeon

Als 1986 die Nuklearkatastrophe in Tschernobyl geschieht, weiss niemand, was dieses Unglück wirklich bedeutet, welches Ausmass es annehmen würde. Die Menschen, die um das Atomkraftwerk herum wohnen, sind nicht vorbereitet oder gewarnt, sie werden fast ohne Vorwarnung aus ihren Häusern evakuiert und aus der Heimat weggebracht – in Lagern gesammelt ohne wirklich zu wissen, was mit ihnen passiert, ohne Plan oder Fürsorge ihrem Schicksal überlassen. Die Verantwortlichen im Kraftwerk selbst wissen nicht, welche Notfallmaßnahmen einzuleiten wären, unwissend stürzen sich Arbeiter in die Flammen und Giftwolken, es mangelt an allem, aber vor allem wohl an Aufklärung und Wissen. Vor diesem Hintergrund erzählt McKeon…

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Eigentlich müssten wir tanzen – Heinz Helle

Fünf Männer, die seit ihren Jugendtagen befreundet sind, treffen sich für ein Wochenende auf einer Berghütte. Als sie wieder in die Zivilisation zurückkehren wollen, müssen sie feststellen, dass es diese nicht mehr gibt, die Dörfer brennen oder sind verwüstet, die Geschäfte geplündert, es gibt kaum Nahrung, kaum Brennstoff, überall liegen Leichen und Tierkadaver. Ohne ein wirkliches Ziel oder Hoffnung zu haben, versuchen sie, in ihre Heimatstadt zurück zu laufen. Schon auf den ersten Seiten treffen sie auf zwei Überlebende, eine halberfrorene Frau, die sie alle nacheinander vergewaltigen und auf ein verzweifeltes Kind, dessen Eltern ein paar Schritte weiter erschlagen im Schnee liegen.…

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Logbuch New York – Steffen Böttcher

Ich muss wirklich lange und scharf nachdenken, wann ich das letzte Mal ein Fotobuch mit farbigen Fotos gekauft habe – habe ich überhaupt mal eines gekauft?? Das liegt sicher nicht daran, dass ich die Farbfotografie ablehnen würde, vielmehr ist es so, dass mich die wenigsten farbigen Bilder wirklich erreichen oder bewegen – meist sind sie mir zu laut und/oder ich mag die Farbstimmung nicht, kurz: ich finde ganz schnell ganz ganz viele Dinge, die ich an einem Farbbild nicht mag oder aus irgendwelchen Gründen zu bekritteln habe. Vielleicht sind sie mir auch meist zu nah an der Wirklichkeit, zu realistisch.…

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Ates Land – Dörte Hansen

Jetzt fühle ich mich gerade wieder sehr versöhnt mit dem Lesegott – in den letzten Wochen waren wirkliche Juwelen dabei: nun also ‚Altes Land‘. Inhaltlich geht es um das nicht so ganz freiwillige Zusammenleben zweier Frauen, und den Veränderungen, die dies für die beiden und auch ihre Umwelt mit sich bringt. Vera, die ältere ist als 5jährige mit der Mutter aus Ostpreussen zur fremden Familie ihres Vaters geflohen, bei der sie die Mutter auch zurücklässt. Dort wächst sie auf, als geduldeter Fremdkörper, wird nie so richtig heimisch, bleibt aber auch als Erwachsene in diesem Haus, das ihr doch nie ein richtiges…

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