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Heisse Stunden im Hotel

Ich hätte natürlich auch ins Schwimmbad gehen können (‚mein ‚ Freibad ist allerdings wegen Renovierungsarbeiten geschlossen) …oder mich in klimatisierten Museen aufhalten können…
… oder aber zum Fotografieren nach Eisenach in ein abbruchreifes Hotel fahren … ;-).

So ganz genau kann ich nicht sagen, was mich an diesen maroden Gebäuden eigentlich so anzieht. Ganz sicher aber hat es die gleiche Quelle wie meine Friedhofsbesuche: die Erfahrung von Vergänglichkeit.
Ich möchte herausfinden, was übrig bleibt, wenn der Glanz verschwunden ist, vielleicht ganz gut zusammengefasst unter dem Stichwort ‚Vanitas‘.

Der Ausflug jedenfalls hat sich gelohnt. Große Teile des Hotels liegen allerdings völlig in Schutt und Asche – man sieht viele Brandspuren – die Räume, in denen man herumstreifen kann haben aber zum Teil großen Charme.
Neben dem Festsaal und einem wunderschönen Treppenhaus konnte ich noch einige interessante Ecken und Stillleben finden.

Ich hatte auch die 6×12 pinhole Kamera dabei, die ich ganz gerne im Festsaal eingesetzt hätte. Von Lomo habe ich 2 Farbfilme geschenkt bekommen, für mich ja völlig fremdes Material, aber ich dachte, dass die Kombination pinhole und Farbe sich für diesen Saal vielleicht ganz gut eigenen könnte (das denke ich übrigens immer noch ;-))
Leider hat das überhaupt nicht funktioniert, ich konnte durch die Fensterchen auf der Rückseite der Kamera  überhaupt nichts erkennen, konnte daher den Filmtransport leider gar nicht steuern.
Ich finde das schon bei den SW Filmen wirklich schwierig und eher eine Rateaufgabe – aber mit dem Farbfilm ging schlicht gar nichts. Schade – ich hab 2 Einstellungen auf gut Glück belichtet, mal sehen was sich aus diesem angefangenen Filmnoch so machen lässt. Ich werde ihn auf jeden Fall noch mal bei richtig guter Beleuchtung untersuchen, viel Hoffnung habe ich allerdings nicht.
Also leider keine Ausflug in die Farbfotografie für mich!

Zumindest nicht per Lochkamera, aber glücklicherweise gibt es noch das Handy…

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