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The round house – Louise Erdrich

round houseDas war also das erste Buch, das ich auf Empfehlung vom bücherwurmloch gelesen habe.

Ziemlich fremdes Metier, eine fremde Gesellschaft: die der indianischen Minderheit in den USA Ende der 80er Jahre – und eigentlich auch wieder eine ‚coming-of-age‘ Geschichte.

Nach einem brutalen Angriff auf die Mutter des 13jährigen Joe, den sie schwer verletzt übersteht, endet Joes Kindheit jäh. Das bisher gekannte Familienleben bricht auseinander, da sich die Mutter in ihrem Zimmer einschliesst und sich aus dem Leben und der Familie völlig zurückzieht. Auch Joes Vater, ein Stammesrichter ist mit der Situation überfordert und bietet kaum Halt.

Nur sehr langsam, bruchstückhaft und gegen großen Widerstand der Mutter kann Joe allmählich die Geschichte zusammensetzen.
Aufgrund juristischer Bestimmungen kann das Verbrechen nicht wirklich verfolgt werden, da nicht geklärt werden kann, auf welchem Gebiet das Verbrechen stattgefunden hat und sich damit auch keine Ermittlungsbehörde richtig zuständig fühlt.

Joe macht sich schließlich zusammen mit seinen Freunden auf eigene Faust an die Ermittlung des Täters.

Es geht um Rache, Vergeltung, Sühne, Schuld – große Themen.
Der Schluss kam für  mich überraschend und ich habe lange mit dem Buch im Schoß gesessen, und über das Ende nachgedacht – und eigentlich nicht nur über das Ende.
Es werden viele Fragen gestellt, und manche Antworten, die im Buch gefunden werden, sind überraschend oder fordern mich zum Widerspruch heraus –

… das ist doch mit das Beste, was man aus einem Buch ‚mitnehmen‘ kann, oder?

Definitiv ein Lieblingsbuch 2015.

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