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Caffenol – Ergebnisse (vorerst)

Offensichtlich ist die Weihnachtszeit nicht nur für mich die Zeit, mal wieder etwas zu experimentieren, auch ein Fotofreund, Günter Unbescheid, hat sich an die Entwicklung mit Kaffee gewagt und wir hatten an den letzten Tagen einen ganz netten Austausch über die Ergebnisse, die durchaus unterschiedlich ausgefallen sind.

Ich habe mir für meinen T-Max 400 (TMY-2) 70 min für die Standentwicklung ausgesucht. Frank hat auf seiner Seite 60 min für die Semi-Stand-Entwicklung angegeben (da muss die Dose nach immer länger werdenden Zeitabschnitten bewegt werden), ich aber wollte mich gerne an der Stand-Entwicklung versuchen.
Nach ein bißchen herumsuchen im Netz habe ich auf caffenol.blogspot.de eine Übersicht gefunden, in der 70 min für die Standentwicklung für Caffenol-C-L angegeben werden. Franks Version ist eine ‚dünnere‘ Version dieses Caffenol-C-L, von daher fand ich, dass das zusammenpassen könnte: ich wollte gerne etwas weichere Negative, da das fürs scannen von Vorteil ist, aber auch nicht so dünne, wie sie für eine Vergrößerung mit Kondensorkopf gebraucht werden – das war also mein Kompromiss, Franks Mengenangaben und dafür aber eine längere Zeit.

Hier gibt es eine kurze Zusammenfassung, damit man sich das nicht so aus den blogs zusammensuchen muss 😉

Mittlerweile habe ich die Negative gescannt und bin nach wie vor zufrieden: kein Schleier, feines Korn, gute Kontraste.

Hier ist der Scan:
Holga, Kodak 400 TMY-2, entwickelt in Caffenol-C-L, 70min Standentwicklung,
gescannt als RGB, 48 Bit

©KaBe-Caffenol-RGB_608

Zum Vergleich der ’normal‘ entwickelte Film:

Holga, Kodak 400 TMY-2, entwickelt in X-Tol, Kippentwicklung, gescannt als RGB (gleicher Weiss- und Schwarzpunkt wie oben)
gescannt als RGB, 48 Bit

©KaBe-RGB-611
Witzigerweise ist die Tonung des in X-Tol entwickelten Negativs eher ’sepia‘ als die des in Caffenol entwickelten Negativs 😉

Aber: gibt nix zu meckern, das mit den Caffenol werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen!

Den kleinen Fehler im Caffenol-Negativ führe ich auf einen nicht ganz aufgelösten Instant-Kaffee zurück – das war wirklich eine super-zähe Brühe, vielleicht war da doch noch ein klitzkleines Stückchen nicht komplett gelöst.
Auf den restlichen Film habe ich das nicht gefunden – hatte aber nur dieses Motiv auch auf einem zweiten Film belichtet, den ich in X-Tol entwickelt habe, daher habe ich’s dann trotzdem verwendet.

Und weggestempelt ist es gleich 😉

2 Comments

  1. Das Kaffee-Bild sieht sehr viel besser aus. Für mich ist das ja ein ziemliches Fachchinesisch ;-), aber ich hätte die Sepiatonung auch eher beim ersten Bild erwartet. Spannend.
    Du stempelst die Störung weg und ich füge sie manchmal mit Analog Efex hinzu :-D.
    LG, Conny

  2. Katrin Katrin

    Witzig oder? – der Fehler auf dem Negativ ist sozusagen ein echter Analog Effekt, da braucht es ‚Digital Effex‘ 😀
    Oder auch nicht, grundsätzlich mag ich die ‚Unperfektheit‘ ganz gerne – sonst kann man ja auch nicht ernsthaft mit einer Holga losziehen – aber in dem Fall sehe ich es eher als Fehler und würde/werde es daher wegstempeln, sollte ich noch irgendwas mit dem Bild weitermachen.

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