Skip to content

Ich habe einen neuen Titel!

Die Mannschaften vor dem Finale, links der NHTC, rechts Blau Weiß Berlin

Seit ein paar Tagen kann ich mich ‚Meistermutter‘ nennen 😀 – das ist doch mal ein richtig angenehmer Titel!

Eigentlich bin ich nicht besonders gut geeignet für die Rolle als ‚gute Hockey-Mutter‘, ich verstehe deutlich zu wenig von Technik und Taktik, bin auch nicht so wirklich regelfest (zumal sie sich ja auch jede Saison ändern!) und der Hauptgrund: es ist mir viel zu aufregend!
Bei jedem Angriff oder Konter bleibt mir die Luft weg, Ecken und Torschüsse führen regelmäßig zu Herzstillstand – und das in der Regel auch schon, wenn es um gar nix geht, Meisterschaften bringen mich fast um (und ich muss am Tag darauf sofort zum Friseur um die grauen Haare nachfärben zu lassen, die mir diese Wochenenden bescheren).

An diesem besagten Wochenende ging es nicht nur nicht um ’nix‘, es ging sozusagen um ALLES – die Jungs haben sich für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert – also hab ich einen Friseurtermin ausgemacht und hab mich in die ‚Halle des Löwen‘ begeben um meinem Sohn und seiner Mannschaft zuzuschauen, wie sie um die Meisterschaft kämpfen.
Um das überhaupt auszuhalten, nehme ich die Kamera mit, damit bin ich schon gleich von Anfang an auf Distanz und nicht mehr so emotional beteiligt 😉 . Durch den Sucher habe ich auch keinen wirklichen Überblick mehr und ich kann mich daher auch ganz gut aus dem Geschehen an sich herausnehmen und auf die Einzelaktion konzentrieren – dies dann aber unter fotografischen Gesichtspunkten (Bildaufbau, Schärfe, Ausschnitt etc.) und manchmal gelingt es mir dann wenigstens für kurze Zeit zu vergessen, um was es da vor der Kamera wirklich geht …

Es war ein Wahnsinns-Wochenende, die Nerven lagen zwischendrin blank und die Jungs haben gekämpft und sich immer wieder unglaublich gut motivieren können – selbst als durch einen kurzen Umnachtungsanfall (um nicht näher darauf eingehen zu müssen nenne ich das mal so) 3 der 5 Feldspieler für 2 Minuten auf die Strafbank mussten – das ist bei der Geschwindigkeit im Hockey eine wahre Ewigkeit und kann ganz schnell zu sehr sehr vielen Toren des Gegners führen – in all meinen Jahren als Hockey-Mutter (und das sind mehr als 10) habe ich noch nie so eine Situation auf dem Feld gesehen – und dann musste es unsere Jungs im Halbfinale erwischen!

Also: ich hätte es nicht gebraucht – nachdem sie es mit nur einem einzigen Gegentor überstanden haben ist es jetzt natürlich eine super gute Geschichte 😀 .

Hier also ein paar Eindrücke von meinem Ausflug in die Sportfotografie.

by kabe 2016 08

Halbfinale: für sehr lange 2 Minuten waren es nur noch zwei Feldspieler und der Torwart - gegen fünf Feldspieler der Frankfurter
Halbfinale: für sehr lange 2 Minuten waren es nur noch zwei Feldspieler und der Torwart – gegen fünf Feldspieler der Frankfurter

by kabe 2016 06 by kabe 2016 09 by kabe 2016 10 by kabe 2016 11 by kabe 2016 05 by kabe 2016 12

4 Comments

  1. Sicher eine gute Idee, durch die Kamera Distanz zu schaffen :-D. Die Fotos sind gelungen, erzählen vom Wettkampf und dem anschließenden Jubel, Emotionen pur, das ist es doch, worum es in der Sportreportage geht. Glückwunsch an die Jungs und an dich!
    LG, Conny

    • Katrin Katrin

      Vielen Dank!

  2. manfred manfred

    und das alles mit der neuen einkaufstasche?
    gratulation an den filius.

    manfred

    • Katrin Katrin

      Na, das gebe ich doch gerne weiter, vielen Dank!
      Und … Das musste ich noch ohne die Tasche überstehen 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.