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Aufmerksame Leser…

by katrin bechhold 2016 04-2

… habe ich hier in diesem blog! Bin gerade ziemlich beeindruckt, dass das jemandem aufgefallen ist (und nicht nur einem jemanden … ) Also, ich gebe es zu:

die Nikon hat keinen Panorama-Knopf, stimmt.

Also gebe ich weiterhin zu: ich habe eine neue Kamera 📷 – und wir sind gerade dabei, uns kennen zu lernen…

Es ist mir wirklich richtig schwer gefallen, und hat mich auch Überwindung gekostet, aber ich als ganz ausgewiesene Nikon-Fotografin bin zum ersten mal seit ewigen Zeiten (um nicht zu sagen Jahrzehnten!) untreu geworden und bin (zumindest zeitweise) umgestiegen auf Fuji.
Untreu deswegen, weil sie die Nikon wirklich ersetzen kann, alle meine anderen Spielsachen hatten einen bestimmten Einsatzbereich, für den sie in meinen Augen besser geeignet waren – diesmal gilt das vielleicht auch, aber es ist auch das erste Mal, dass ich so richtig spüre, dass diese wunderschöne, fantastische und komfortable Fuji meine Allroundkamera tatsächlich ablösen könnte.
In einem Gespräch vor ein paar Monaten, sagte jemand, dass er schon sehr lange keine Street-Bilder mehr von mir gesehen hat – ob ich das Genre denn aufgegeben hätte?
Hatte ich eigentlich nicht – dachte ich – aber ehrlicherweise musste ich zugeben, das es sehr viel einfacher war, Street-Fotografie in einer Großstadt wie Berlin zu betreiben, als hier in der doch eher übersichtlichen Kleinstadt (Kleinstadt ist sie nicht wirklich, aber gefühlsmäßig dann doch, sorry).
Noch dazu war ich letztes Jahr auf der CP auch unverhofft ‚Motiv‘, d.h. ich blickte in genau so ein großes schwarzes Objektiv, wie ich es an der Nikon habe – und was soll ich sagen, es fühlte sich richtig unangenehm an.
Ich werde eh‘ nicht so gerne fotografiert (hat schon seinen Grund, warum ich hinter der Kamera stehe!) und dann mit so einem Rohr? Nein, unauffällig war es nicht und ich fühlte mich auch ziemlich gestört.
Das habe ich natürlich bei meine Spaziergängen auch gemerkt – daher hatte ich das Fotografieren von Straßenszenen und Menschen im Alltag wohl tatsächlich ziemlich eingestellt.

Dazu kam, dass ich für eines der neuen Projekte gerne meine Kamera möglichst oft/immer dabei haben möchte (siehe auch die Suche nach einer unauffälligen Tasche dafür), aber keine Abstriche bei der Qualität machen wollte.
Die Nikon bietet sich dafür einfach überhaupt nicht an, sie ist groß, schwer, einigermaßen laut und auch wirklich extrem auffällig.

Also: Ausreden gab’s genug und nach ausführlicher Recherche habe ich mich für die Fuji X-T1 entschieden und (nach anfänglichen Widerständen emotionaler Art  🙄 – albern aber wahr, ich hatte ein schlechtes Gewissen!) arbeite mich so langsam in ihre Finessen und Möglichkeiten ein. Und bin zunehmend begeistert!
Und habe sie auch wirklich schon sehr viel öfter im Alltag dabei gehabt, als die Nikon…

 

by katrin bechhold 2016 04 by katrin bechhold 2016 04-3

12 Comments

  1. Hallo Katrin,

    das ist ein schönes Teil, welche Brennweite hast du dir dazu geholt? Im Vergleich zur D700 geht nur leiser :-D. Ich hatte mal den Auftrag, japanische Trommler während ihres Konzerts zu fotografieren und habe mir Mühe gegeben, in etwa mit den Trommelschlägen zu fotografieren, trotzdem stand jemand aus dem Publikum auf und bat mich, das Auslösegeräusch auszustellen :-D.

    Eine kleine „Immerdabei“ ist eine feine Sache, weil sie die Fotografie im wahrsten Sinne des Wortes leichter macht. Du hast ja die Möglichkeit, verschiedene Objektive zu nutzen. Ich habe mich da mit der x100T noch mehr beschnitten. Genau das reizte mich, die Beschränkung (ausserdem habe ich nie Schmutz auf dem Sensor :-D).
    Deine speichert offensichtlich alle Pano-Versuche ab, meine streikt da :-(. In die Bedienung muss man sich wriklich eingewöhnen, egal von welcher Kamera man kommt, aber dann ist sie eigentlich ganz easy.

    Deine Gedanken zur Streetfotografie teile ich zu 100%. Ich mag auch nicht fotografiert werden und halte auch nicht so gern auf andere Menschen. Manchmal passt es für mich, aber oft auch nicht.

    LG, Conny

    • Katrin Katrin

      Die Kamera ist wirklich eine Schönheit!
      Da das ja meine Immerdabei sein/werden soll hab ich mich erstmal für ein kleines Zoom entschieden, das XF 16-55. Der WW Bereich ist mir ein bisschen zu knapp, aber die durchgehende Lichtstärke ist charmant.
      Mir fehlt das Vollformat, das muss ich jetzt schon zugeben, aber ansonsten war es echt eine gute Wahl.
      Die Geräuschkulisse, die die D700 mitliefert, ist wirklich oft störend – und wäre nicht nur bei Trommlern schön, wenn man es ausstellen könnte!!!
      Den Lautlos-Modus der Fuji finde ich allerdings auch noch ungewohnt 😉 , bei der Nikon weiss man definitiv, dass man ausgelöst hat!
      LG
      Katrin

      • Jolomy Jolomy

        Deine Entscheidung für ein Standard-Zoom-Objektiv für eine Reisekamera ist richtig! Denn Staub dringt bei jedem Wechsel von Festbrennweiten in das Gehäuse ein und findet immer den Weg zum Sensor. Meine gegen Staub und Sprühwasser armierte Olympus E-1 mit dem Zuiko Digital 2,8-3,5/14-54 mm (~28-108 mm KB) weist noch keine Verschleißerscheinungen nach rund 12 Jahren Einsatz auf Reisen und anderen Freizeitaktivitäten auf!
        Dagegen fehlen bei meiner nur fünf Jahre alten 5DII bereits einige Pixel und ab Blende 5,6 sind Staubansammlungen auf dem Tiefpassfilter inzwischen sichtbar, obwohl ich die EOS ausschließlich mit einem Zoom der L-Serie meist in Innenräumen verwendete. Die viermal größere Mattscheibe der 5DII ist allerdings schon ein Gewinn an Helligkeit etc, taugt jedoch nicht zum manuellen Fokussieren, wie ich es von der Nikon FM her kenne.
        Bei Reisefotos finde ich einen weiten Schärfebereich sehr vorteilhaft, was von kleinen Sensoren unterstützt wird. Mit so kleinen Kameras kann der Standort schnell gewechselt werden, um etwa einen harmonischen Hintergund auszuwählen …

        • Katrin Katrin

          Der kleinere Sensor war tatsächlich ein Vorteil bei den street-Fotos – allerdings fehlt mir im Nahbereich die Unschärfe doch. Aber irgendwas muss ein Vollformatsensor ja auch besser können!

  2. Ich kenne noch jemanden, der von Nikon auf diese Fuji umgestiegen ist und wohl sehr glücklich mit seiner Wahl ist. Während die kleinen Sony-Kameras wohl viele Probleme mit dem Bajonett haben und die Bilder der OM-Ds mich wegen dem Rauschverhalten abschrecken, ist diese Fuji immer noch eine kleine, von der ich bisher nur Gutes gelesen habe.

    Das mit dem Lautlos-Modus ist bestimmt komisch – das hat man ja oft schon, wenn man das Kontrollpiepen für die Scharfeinstellung aus stellt. Einen Silent-Modus, der vielleicht von der Lautstärke einstellbar wäre, wäre das Tüpfelchen auf dem i.

    In diesem Vergleich hier gibt es auch eine Fuji – die X-Pro – die anscheinend auch mit Objektiv kleiner bleibt als ihre Konkurrenz.

    Ich mag kleine Kameras selten, weil ich immer wieder Knöpfe drücke, die ich eigentlich nicht drücken möchte. Ich denke es hat auch etwas mit der Größe der Hände zu tun, was jeder aber nur durch den einfachen Versuch herausfinden kann.

    Diese Jahr ist ja wieder Photokina – der Punkt kommt mit auf die Liste … einfach mal in die Hand nehmen …

    LG Birgit

    • Katrin Katrin

      Hallo Birgit,
      wenn ich das in der Anleitung richtig gelesen habe, kann man den Auslöseton tatsächlich in der Lautstärke verändern – ich hab nur nach ‚komplett lautlos‘ geschaut, daher bin ich nicht ganz sicher, aber ich meine, das gelesen zu haben.

      Das stelle ich mir extrem lästig vor, wenn man ständig die Einstellungen überprüfen muss, weil man an einen Knopf gekommen ist – das ist bis jetzt bei der Fuji glücklicherweise kein Problem für mich. Ich muss aber sagen, dass ich diese ganzen Knöpfchen eh‘ nicht bediene, da bin ich halt noch echt analog und mechanisch – am liebsten stelle ich Blende und Zeit manuell ein und gut. Dannweiß ich eigentlich auch nur noch, wo der ISO Knopf ist – der Rest ist eher uninteressant für mich.
      Einen Autofokus möchte ich allerdings nicht mehr missen

      Ja, in-der-Hand-haben ist eine gute Idee um sich einer neuen Kamera zu nähern! Viel Spaß dann dabei!
      LG Katrin

  3. Jolomy Jolomy

    Der Faszination, die von neuen Geräten ausgeht, errlag ich zuletzt Ende 2011. Obwohl meine Fotoausrüstung inzwischen komplett war, reizte mich dann doch eine dicke DSLR mit einem Standard Zoom (24 – 105 mm). Rückblickend war das leider ein teurer Fehlkauf!

    Heute kommt wieder meine kleine FT DSLR mit dem 28 – 108 mm Standardobjektiv zum Einsatz, wenn ich Fotos im Format 2048×1536 für unsere iPads erstelle oder beim Fotoladen um die Ecke Farbbilder bis 15×20 cm ausbelichten lasse.

    Erinnerungsbilder knipse ich nach wie vor auf SW-Kleinbildfilm zur weiteren Selbstverarbeitung (18×29 cm Baryt Papier) oder wenn Farbe im Motiv wichtig erscheint auf 120iger Rollfilm für Vergrößerungen im Format 30×30 cm zur Rahmung mit Passe Partout …

    • Katrin Katrin

      Hallo Jolomy, ab und zu muss man einer Versuchung ja auch mal nachgeben – manchmal auch nur um festzustellen, dass man da in die Irre gegangen ist …

      Schön, dass Du auch noch ‚filmst‘!!

      • Jolomy Jolomy

        Hallo Katrin,

        im Laufe der Jahre ist mein Archiv auf weit über 10.000 SW-Negative angewachsen. Dazu kommen noch etliche farbige Rollfilme, die ich beim Fotoladen im Format 18×18 oder 20×20 für unsere Fotoalben abziehen lasse sowie diverse Dia Magazine. In Farbe fotografiere ich heute eher „digital“ im RAW-Format (ORF oder CR2), setze mit der Pipette den Weißpunkt fest, Kontrast und Schärfe auf NULL, um anschließend am iMac mit PS die Gradation und Farben nach Augenmaß abzustimmen. Die Textur verbessere ich mittels dem Hochpass Filter 0,3 Pixel und Linearem Licht. Da beide DigiCams ROT etwas fahl wiedergeben, verwende ich gelegentlich auch Luminanzmasken zur Anhebung des roten Kanals. Wenn ich allerdings die Bilder im Format 30×30 an der Wand gerahmt aufhängen möchte, dann verwende ich das Mittelformat mit feineren Texturen und brillianteren Farben.

        Aber eigentlich favorisiere ich die Schwarzweiß Photographie, da die Farben im Kopf des Betrachters entstehen und ich den kompletten Prozess – von der Belichtung bis zur Trockenpresse – vollständig kontrollieren kann. Der Kondensor-Vergrößerer stammt noch aus den 60iger Jahren, in den 70igern kam noch eine Spezialoptik (symmetrischer 6 Linser ohne Springblende mit passendem Schraubgewinde) von Nikon dazu und Anfang der 80iger das verzeichnungsfreie WW zur M4-P. Letztes Jahr schenkte mir ein Fotoamateur seine komplette Nikon Ausrüstung (F2S plus 4 Linsen von 28 bis 300 mm), da er nun mit einer „digitalen“ Presseausrüstung fotografiert. Zum Testen belichtete ich einige Rollen Diafilm mit der F2 und dem 1,4/50 mm – alle Zeiten stimmen noch prima und das Fokussieren an der Mattscheibe (auswechselbar -> leicht von Fusseln zu befreien) erinnert mich an die Zeit mit der FM. Für die M4-P und die F2S braucht es nur die Blende, Zeit und Fokus – alles von Hand und keine Menüs, Zeiger etc. lenken vom Motiv ab! Und beide Kameras liegen prima in meinen Händen …

        Gut Licht,

        Jolomy

        • Katrin Katrin

          Danke!
          Deine Vorliebe für die Schwarz/Weiss-Fotografie teile ich, ich mag das auch, dass ich jeden Schritt selbst in der Hand habe und steuern kann!

          Wie wichtig das ist, zeigt sich gerade wieder an meinen im Labor entwickelten Farbfilmen: irgendsoein Dösbartel hat da einen Aufkleber auf den Negativstreifen gemacht, mitten aufs Bild!!! 🙁
          Und sehr eigenartig geschnitten! Das hätte ich doch lieber selbst gemacht!!

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