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4 Comments

  1. Jolomy Jolomy

    Hallo Katrin,

    eigentlich sollten die SW-Negativfilme passend zum ausbelichteten Foto belichtet, entwickelt und die Gradation der Papiere sorgfältig ausgewählt werden. Während eines Besuchs des NP Bryce Canyon fotografierten einige Studenten mit einer Linhof Kamera ab Stativ einzeln Negativ für Negativ. Wenn man die entwickelten Planfilme mit einem Trommelscanner mit hoher Abtastfrequenz einliest, erhält man Vorlagen zum Drucken, die selbst eine digitale Hasselblad nicht erreichen kann.

    Mit meiner FT DSLR konnte ich leicht zu Fuß nettere Perspektiven erlaufen, aber das Pocketfilmformat reichte nur für einen Farbdruck im Format 18 x 24 cm aus. Groß genug für ein Erinnerungsbild, welches gerahmt mit Passe Partout im Treppenhaus hängt – bisher noch in den attraktiven rosa Farbtönen, die sich prima vom blauen Himmel im Farbkontrast abheben.

    Wenn ich einen Ilford HP5+ mit ISO 250 belichte, in Perceptol entwickel und auf 320 g / qm Barytpapier abziehe, erhalte ich sehr fein abgestufte Grautöne mit satten Tiefen und brillianten Lichtern. Leider ist der Markt für frisches Gradationspapier zusammengebrochen, sodaß ich wohl auf High End Pigment Drucker ausweichen sollte.

    Der Einsatz von solchen Druckern mit Tinten um die 700 Euro je Liter lohnt sich für meine geringe Anzahl von Wandbildern pro Jahr nicht. Auch Scans vom Rollfilm sprengen den RAM meines iMacs G5 …

    Beste Grüße,

    Jolomy

    PS: Mal sehen, ob ich meine persönliche Perspektive an der Côte de Granit rose aufspüren werde – die Motive in den Reiseführern etc. beabsichtige ich nicht zu kopieren!

    • Katrin Katrin

      Ja, das höre ich auch von meinen analogen Freunden, dass es zunehmend schwieriger wird, an Fotopapier heranzukommen. Ich finde es mittlerweile schon schwierig genug, meine 25 ASA-Filme aufzutreiben, da muss ich auch immer öfter im Internet lange suchen, bis ich sie finde!

      Für mich ist ein Bild erst wirklich fertig, wenn ich es ausgedruckt vor mir sehe. Alleine im Prozess der Entscheidung ‚drucken oder nicht‘ gehe ich schon streng mit meinen Arbeiten um und das hilft doch schon mal bei der allerersten Auswahl 😉 – und ich muss sagen, dass ich meist im Print noch Kleinigkeiten entdecke, die mir auf dem Bildschirm gar nicht aufgefallen sind.
      Daher hab ich mich, als meine Dunkelkammmer einem meiner vielen Umzüge zum Opfer gefallen ist, sehr schnell auf das Drucken verlegt, mittlerweile ist der Drucker 9 Jahre alt und hat seine Pflicht in der Regel mehr als gut erfüllt.

      • Jolomy Jolomy

        Ja, die Versorgung mit frischen Filmen und Fotopapieren gestaltet sich immer aufwändiger. Den Bezug via Versandhandel empfinde ich als problematisch, da die nach dem FIFO Prinzip ausliefern und die Lagerware nicht gekühlt wird. Mein bisheriger Fotohändler Calumet in Hamburg-Altona schaffte im Herbst die Kühlregale ab, weshalb ich nun meine Filme bei open eyes direkt aus dem verglasten Kühlschrank entnehme. Das Sortiment umfaßt alles von Kleinbild bis zum Großformat und die Filme werden fachgerecht nach den Wünschen des Kunden entwickelt und in Negativtaschen eingeschnitten. Für Fine Art Prints können Scans in verschiedenen Auflösungen mit High End Scannern erstellt und der Proof sowie der Farbraum auch als TIFF konfiguriert werden!

        Mehr Informatione findest Du unter http://www.open-eyes-hamburg.de

      • Jolomy Jolomy

        Vor rund 10 Jahren druckte ich meine Bilder der Olympus E-1 mit einem einfachen Photodrucker auf speziellen Ink Jet Medien bis 18 x 24 cm in Farbe aus. Als Druckvorlagen dienten TIFF Dateien, die ich farblich am kalibrierten Monitor in Adobe 1998 RGB mit PS CS bearbeitete. Leider war der Druckkopf im Wert eines neuen Druckers schon nach wenigen Jahren verschlissen. Die individuelle Aufbereitung der RAW Files hat sich zum Eigendruck bewährt, jedoch scheinen alle Vorarbeiten zum Ausbelichten via Laser Printer auf Fujicolor Paper vergebens, da die nur 300 dpi im sRGB Farbraum bieten. Digitale „Vollformat“ Fotos von der EOS 5DII kann man natürlich im Format 20 x 30 cm beim Dienstleister anfertigen lassen und sollte dann aber einen Betrachtungsabstand von mindestens einem halben Meter zum Bild einhalten. Und es sollten besser keine fünffach Vergrößerungen von 6×6 Negativen zum flüchtigen Vergleich hinsichtlich der Texturen sowie der Farbtöne in Sichtweite zu sehen sein. Auch SW Abzüge vom KB im Format 18 x 29 cm vom Ilford HP5 Plus spielen da in einer ganz anderen Liga i.S. Mikrokontraste und Ästhetik, was vielleicht auch den Leica-M-Objektiven geschuldet sein könnte?

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