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Marrakesch – oder kann eine Fotografin mit einer ’normalen‘ Reisegruppe verreisen?

Das Ziel stand schon sehr sehr lange auf meiner ‚1000 places to see before I die‘-Liste: Marrakesch.

Im Winter flatterte dann der Prospekt der ZEIT-Reisen vorbei: 5 Tage Marrakesch, ziemlich genau das, was ich mir vorgestellt hatte, ein Ausflug in den Hohen Atlas und ansonsten ’nur‘ in Marrakesch – davon versprach ich mir genug Freiraum, auch alleine losziehen zu können, oder zu einem Ort ein zweites oder drittes Mal zurückkehren zu können. Es war allerdings meine erste Gruppenreise, die nicht von und mit Fotografen geplant und unternommen wurde  und ich war doch dementsprechend skeptisch, wie das wohl klappen wird.

Mit der Gruppe selbst hatte ich großes Glück, das waren alles richtig nette Leute, die auch mit viel Geduld für die Fotografin ausgestattet waren. Bei den Rundgängen bzw. Spaziergängen kam ich eigentlich auch ganz gut mit, da ich mich für ‚aus der Hüfte‘ entschieden hatte, also kleines Weitwinkel und Blende 8 und 11, nicht durchschauen, Ausschnitt schätzen und auf den Autofokus vertrauen 😉 . Da war die Gruppe sogar eher hilfreich, da ich mich da manchmal auch ganz gut im Hintergrund halten konnte.

Beim Besuch der Sehenswürdigkeiten, wie der z.B. märchenhaft schönen Koranschule Ben Youssef Madrasa hätte ich gerne mehr Zeit gehabt. Da wars dann doch einfach zu kurz um wirklich gut zu fotografieren, zuzuhören und auch einfach mal ‚da‘ zu sein. Der Reiseführer hat mir im Verlauf der Reise immer wieder Platz’polster‘ herausgeschnitten, trotzdem habe ich da gemerkt, dass mir das nicht so gut bekommen ist – natürlich auch weil ich dort auf jeden Fall auch mit der Pinhole-Kamera arbeiten wollte – da muss man aber ganz anders gucken und warten und Zeit haben, als mit der digitalen Kamera – da hab ich mich manchmal doch ganz schön überschlagen müssen, um wenigstens ‚Grundlagenarbeit‘ machen zu können, zu Details oder Feinheiten oder auch manchmal nur abwarten, bis die Leute weg sind hat es meist nicht gereicht.

Da man ja nicht wirklich wissen kann, ob man dort noch mal hinkommt, bedauere ich natürlich jede Einstellung, die ich nicht machen konnte, klar.
Aber im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass es für mich ganz gut aufgegangen ist. Da ich weder Land noch Leute kannte war es natürlich auch extrem bequem, dass sich da jemand um uns gekümmert hat und ich habe Unmengen gelernt und sehr anregende Gespräche geführt.
Wenn es in Zukunft die Option einer Reise mit Fotografen gibt, würde ich diese allerdings sicher vorziehen, da ich das in den USA und auch in der Bretagne doch sehr genossen habe, dass so vieles einfach nicht besprochen werden musste und die Bedürfnisse sich so sehr ähnelten – aber wenn ich wieder mal Fernweh nach mir völlig unbekannten Weltregionen habe wäre das auf jeden Fall wieder eine Option!

 

 

 

4 Comments

  1. Tolle Seite! Viele schöne Bilder! Kompliment!

    • Katrin Katrin

      Hallo Alex,
      vielen Dank! Freut mich sehr!
      Liebe Grüße
      Katrin

  2. Liebe Katrin, vielen Dank für deinen Bericht. Das Foto macht nun Lust auf mehr, ich bin schon sehr neugierig :-). Unterm Strich klingt es aber nach einem aktzeptablen Kompromiss und die anregenden Gespräche fangen die Nachteile auf. Und mal über etwas anderes als Fotografenkram zu sprechen, ist doch auch schön ;-).
    Hauptsache ist nun, dass du mit deiner Ausbeute zufrieden bist.
    LG, Conny

  3. Katrin Katrin

    Hallo Conny,
    das bin ich auf jeden Fall – und auch wenn vielleicht nicht alle Einstellungen so gesessen haben, wie ich mir das wünsche: ICH war ja auch noch da und hab es erlebt 😉 –
    LG Katrin

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