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Playdate I – ‚Gimmicks‘ der Kamera ausprobieren: Der Lochkamera und der Miniatur-Filter

PrintDas war eine ganz gute Idee, sich mal mit den ganzen Knöpfchen und Hebelchen der Kamera auseinanderzusetzen – meistens interessieren mich diese zusätzlichen Filter und Möglichkeiten an der Kamera nicht so sehr – da kommt wohl ein bisschen der Kontrollfreak durch: ich mach das lieber selber bei der Nachbearbeitung am Rechner. ..

Aber wenn man das nun mal schon eingebaut hat – vielleicht ist das ja ganz witzig?

Die Fuji bietet sogenannte ‚Filtereffekte‘ an, bei der man schon mit dem Effekt ‚fotografiert‘. Zur Auswahl stehen eine Art Lochkamera-Effekt, Miniatur -, Weichzeichner- und noch etliche Farb-Effekte (z.B. POP-Farbe: ganz ehrlich: soweit wollte ich dann aber doch nicht gehen, auch wenn das ganz sicher das Maximale an ‚Gegenteil‘ meiner Fotografie wäre!  😀 )

Ich habe mit dem Lochkamera-Effekt angefangen. Im Prinzip war das eine Verschiebung des Weissabgleiches bzw. der Tönung kombiniert mit einer ziemlich starken Abschattung am Rand. Ich bin zugegebenermaßen keine Expertin für farbige Lochkamera-Aufnahmen (bis jetzt habe ich stolze 3 Filme belichtet!) aber wenn man sich das Treppenhaus im Header der Webseite ansieht, sind das auch Veränderungen, die mit einer echten Lochkamera passieren. Das Header-Bild ist im Treppenhaus der Uni-Bibliothek aufgenommen (wobei ich dann eingeschlossen wurde … aber das ist eine andere Geschichte 😉 ), dort ist alles weiß bis hellgrau.

Ganz witziger Effekt – auf Dauer aber eher langweilig, den Grünstich fand ich auch nicht immer passend. Der größte Nachteil in meinen Augen aber (und das gilt für alle Filter-Effekte bei derXT-1) ist die Tatsache, dass die Kamera kein RAW-Bild abspeichert, es wird nur ein jpg erzeugt.
Damit verliert man doch einiges an Qualität – vor allem, wenn man bei der Nachbearbeitung vielleicht feststellt, dass man gerne eine SW-Umwandlung machen würde, oder zumindest die Vignette loswerden will – das alles geht auf Kosten der Bildqualität – ganz ganz dickes Minus für die Filter.
Den Effekt könnte man ebenso gut und schnell in Lightroom nachbauen, man hätte aber mit einer RAW-Datei trotzdem noch alle anderen Möglichkeiten offen.

Ganz ähnlich ist es mit dem Miniatur-Effekt. Abgesehen davon, dass auch die Farbintensität nachgeregelt = verstärkt wird, ist das für eine Weile ganz spannend, wird aber auch schnell langweilig.
Allerdings ist es eine sehr gute Möglichkeit, das Bokeh bei Nahaufnahmen zu verbessern (da ist ist der kleinere Sensor tatsächlich von Nachteil), von daher wars ganz gut, damit herumgespielt zu haben. Und der Spaziergang am Abend war auch sehr nett – ohne die Playdates wäre ich wahrscheinlich gleich nach Hause gegangen 😉 .

Fazit: die Filter sind echte Spielereien, jedenfalls für mich. Die Tatsache, dass immer nur jpgs erstellt werden, empfinde ich als Nachteil – vielleicht hab eich mich auch schon zu sehr an die Nachbeareitungsmöglichkeiten am Rechner gewöhnt, mir jedenfalls sind echte RAW-Dateien lieber.
Immerhin habe ich gelernt, dass ich das Bokeh mit dem Miniaturfilter verbessern kann/könnte, wer weiss ob ich das nicht irgendwann doch mal brauchen kann  – falls ich doch mal Blümchen fotografiere zum Beispiel 😉 .
Insgesamt aber für mich nicht wirklich brauchbar oder interessant.

8 Comments

  1. Hi Katrin,

    mich haben die Filter auf Dauer auch irgendwie gelangweilt. Du kannst doch sicher neben dem JPG ein RAW speichern, so mache ich das im Fall der Fälle bei der x100T, um dann die JPGs anschließend aus LR zu löschen ;-).
    Eine gute Übung mit dem Gegenteil!

    LG, Conny

  2. Katrin Katrin

    Hi Conny,
    das hab ich ehrlich gesagt auch angenommen, dass es da auch ein RAW geben sollte – alleine: ich find’s nicht. Das bietet keine Einstellung an.
    Ist nicht so tragisch, da ich da bestimmt nicht so viel mit arbeiten werde – aber eigentlich passts nicht ganz zum hohen Niveau der Kamera.
    … die mir immer besser gefällt, es ist die reine Freude mit ihr unterwegs zu sein!

    • War mein Denkfehler, sorry. Bei den reinen Farbfiltern geht das, bei den Effektfiltern wie Miniatur usw. blöderweise nicht. Aber es ist ja auch nicht so wichtig….

      • Katrin Katrin

        … Dann höre ich jetzt auf zu suchen 😀

  3. Jolomy Jolomy

    Sie fragen, was ich von der Technik halte?
    Für mich verlangt die Reportagephotographie ein Auge, einen Finger, zwei Beine.
    (Cartier-Bresson, Antwort auf eine Frage der Zeitschrift Alitalia)

  4. Katrin Katrin

    Wer möchte schon Cartier-Bresson widersprechen? 😉

    Aber insgesamt finde ich es schon ganz gut, sein Werkzeug zu kennen und zu wissen, was es alles kann und auch das eigene Repertoire zu erweitern.
    Und manchmal hilft einem die Technik schon weiter… Wenn die Füsse einen nicht hintragen können z.B. 😉

    • Jolomy Jolomy

      Während der Komposition sollte das Werkzeug möglichst wenig an Aufmerksamkeit binden, um den Flow nicht zu unterbrechen. Deshalb unterstützen mich Kameras, bei denen ich die Blende und die Zeit vor der Aufnahme in Ruhe einstellen kann, um dann durch den Sucher ausschließlich die (Farb) Kontraste, das Licht, die Flächen und Linien sowie Schärfe und Unschärfe intuitiv abzustimmen. Nach der Belichtung gibt es nichts mehr zu und eine gelungene Komposition erkennt man bereits im Miniformat (Kontaktabzug/Thumb Nail) – ohne jegliche Nachbearbeitung, oder?

      • Katrin Katrin

        Ja, das ist sehr hinderlich, wenn man sich so viel um die Technik kümmern muss. Vielleicht gingen mir diese Stilleben leichter von der Hand, wenn ich mich mit den Werkzeugen besser auskennen würde – das hat schon viel von der Freude genommen, dass ich so viel Zeit in die tools stecken musste: Licht, Hintergrund, Stativ …

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