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Playdate I – Unschärfe

PrintUnschärfe – damit meine ich komplett unscharfe Bilder – spricht mich oft an, ich finde die Bilder meist sehr emotional weil sie so viel andeuten können und Platz für eigene Geschichten lassen. Bisher habe ich mich aber noch nicht selbst darin versucht.

Erstmal fand ich es gar nicht so einfach, diesen Autofokus auszuschalten – so ganz genau weiss ich jetzt gar nicht mehr, was daran so schwierig war, ehrlich gesagt, aber die ersten Male habe ich manuell fokussiert (und auch so eingestellt) bzw. eben nicht fokussiert – bei der Aufnahme aber hat mich die Kamera ‚überstimmt‘ und hat doch ganz schnell den Autofokus arbeiten lassen.

Als ich es dann raushatte, wurden die Bilder zumindest unscharf – aber nicht wirklich interessant.
Conny sagte ganz richtig, dass die ersten Bilder so aussahen, als ob ich mich nicht entscheiden konnte, was nun genau aufs Bild sollte – ich konnte den Effekt nicht einschätzen und hab erstmal alles einfach ausprobiert.
Ziemlich schnell hat sich herausgestellt, dass unscharfe Gegenstände in der Regel unscharfe Gegenstände blieben – das finde ich jedenfalls – aber spannend waren Menschen:

Wie ihr seht, fand ich aber eigentlich immer eine Nachbearbeitung notwendig – also einfach nur so unscharf war mir – zumindest bei diesem Motiv – nicht genug.
Ausserdem ist es alles andere als einfach, den richtigen Moment zu finden, da kommt es zum Beispiel sehr auf die Haltung der Beine an – das erfordert auch einmal mehr eine ganz andere Art zu sehen. Es ist nicht so richtig weit weg von der Street-Photography – auch da muss man ja ein bisschen vorausahnen und vorausdenken, was gleich passieren könnte, um den rechten Moment erwischen – das gilt hier auch.

Bei den Silhouetten konnte ich es dann ganz gut stehen lassen, sind auch wieder fast schwarz-weiss – ich merke doch recht deutlich und immer wieder, dass mir die Welt der Farbe nicht so ganz gut gefällt 😉.

Mein Fazit: das fand ich sehr lehrreich, die Ergebnisse interessieren mich – ich kann mir gut vorstellen, in der Richtung noch weiter zu experimentieren, zum Beispiel auch mit Graufiltern.

 

 

 

One Comment

  1. Jolomy Jolomy

    Good composition happens in the subconscious basics that underlie an image. The strong fundamentals of light, dark and color that we see even as a thumbnail image are the most critical things.

    Sharpness has little to no bearing on composition, and therefore has little to do with the value of an image. Sharpness is a distraction that diverts our attention away from the fundamental elements which are the foundation of a strong image.

    I’ll say that again: the most important parts of every image are the things that are visible even as a tiny thumbnail. These are the overall organization, weight and balance of every image. If you can’t get an image to look good as a thumbnail, it’s not a strong image.

    Concentrate on the thumbnail as you compose. Tiny finders aren’t much fun, but they help us see the basics better. Big finders are bad because they make it more difficult to see the basics: we see the leaves on the trees instead of the overall composition of an image.

    Large format cameras have upside-down images, which are great because they further abstract the image from the present reality, and force the photographer to create a composition with strong basics that stand up regardless of the details.

    Ask any painter: often they’ll invert their canvas to see if the composition holds up when the conscious subject matter goes away.

    [Ken Rockwell 2009]

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