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Die (oder besser zwei) Brücken am Manzanares

Bei unserem Madrid-Besuch haben wir uns ‚Madrid Río‘ angeschaut, ein riesiges Stadtentwicklungs-  oder auch Ökoprojekt das in den letzten zehn Jahren das Stadtbild sehr nachhaltig verändert hat.

Ein Teil des Projektes war, den Fluss wieder ans Tageslicht und die angrenzende Autobahn M30 dafür unter die Erde zu bringen, die neuen Flussufer mit Spielplätzen, Boccia-Anlagen und kleinen Parks zu beleben und somit auch ein Naherholungsgebiet für die ‚madrileños‘ zu schaffen, ein weiteres Ziel war es, durch neue Brücken die bisher durch die Autobahn abgetrennten Stadtviertel wieder an das Zentrum anzuschließen und miteinander zu verbinden.

Im ersten Moment waren wir eher enttäuscht: es war an diesem Tag jedenfalls nur sehr sehr wenig los und obwohl die neuen Anlagen wie z.B. der Salon de Pinos, ein mit surrealistisch anmutenden Holzpfählen markierter, linear angelegter Pinienhain mit vielen Spielplätze wirklich beeindruckend und auch einladend wirkten – wenn nur ab und zu ein Radfahrer klingelnd an Dir vorbeirauscht und kein einziges Kind an der Schaukel hängt, fehlt doch etwas ganz wesentliches: das Leben.

Ich hatte den Ausflug auch fotografisch einigermaßen abgehakt, teilweise fühlte ich mich wie in einem klassischen Neubaugebiet, in dem fast noch keiner eingezogen ist und auch die erste Brücke, die ‚Y‚, gab auf den ersten Blick nicht so viel her. Das Licht war hart und ich hatte mir auch einfach mehr versprochen von einer modernen neuen Brücke – und hab nur mal eben so, einfach, um auch mal den Ausschnitt zu sehen, durch den Sucher geschaut – hatte noch den Infrarot-Filter aufgeschraubt, weil ich in den Pinien ein bisschen am Wood-Effekt herumprobiert habe: und WOW!
Da kam sehr schnell Freude auf!

Ich bin dann noch am Fluss weitergezogen bis hin zur Arganzuela-Brücke, die schon auf den ersten Blick spannend und auch für infrarot sehr geeignet war!

5 Comments

  1. Manchmal spielt einem das Glück in die Hände :-). In diesem Fall durch den IR-Filter. Klasse Bilder! Die Brücke finde ich auch klasse, sie hat fotografisch durch die starken Kontraste viel zu bieten. Mir gefällt das erste Bild übrigens am besten. Die zweite Brücke ist wahrscheinlich viel aufwändiger, aber sie hat nicht diese tollen Schatten.

    Vielleicht wurde die Anlage noch nicht so richtig von der Zielgruppe angenommen? Erinnert mich ein wenig an unsere Hafen-City, die am Anfang auch oft wie ausgestorben wirkte. Mittlerweile ist sie fast schon überlaufen ;-).

  2. Katrin Katrin

    Das kann wirklich gut sein, dass das noch relativ neu ist und man sich erst noch daran gewöhnen muss, dass man da ja auch hinkann, wenn man mal ein bisschen stadtmüde ist – ich weiss nicht, wann das Projekt abgeschlossen war.

    Muss einfach in 25 Jahren mal wieder hin (das war der vorletzte Besuch in der Stadt!)

  3. IR und eine relativ gute Belichtungszeit … ist das Film oder Digital? Ich musste bei meiner alten Canon mit dem Filter sooo lange belichten – da wären die Leute alle schon rausgelaufen 🙂

    Aber ich mag IR sehr gerne.

    Das erste Bild gefällt mir auch am besten. Der Mann ist gerade richtig in Bewegung, aber noch gut zu erkennen und die Brücke selber kommt auch gut zur Geltung!

    Ich bin schon gespannt auf die Bilder in 25 Jahre 😉

    LG Birgit

    • Katrin Katrin

      Danke! Das ist alles digital mit der Fuji X-T1 – aus der Hand. Die ISO geht zwar z.T. auf 3200 hoch, aber das rauscht noch nicht so, dass man damit nicht leben könnte (ein bisschen sieht man es aber schon).
      Ich hab noch 2 Infrarot-Filme im Kühlschrank, irgendwie hab ich mich damals nicht so richtig auf den Weg gemacht – klang alles recht aufwendig und auf zwingendes Stativ – das ist ja nicht so mein Lieblings-Werkzeug…

      Aber jetzt ist es sehr gut und macht richtig richtig Spaß!
      Liebe Grüße
      Katrin

      • Mein Umbau rauscht definitiv. Da mag ich nicht über ISO 200 hinaus gehen. Vielleicht bin ich da auch pingelig 😉 Es ist aber auch stark lichtabhängig welches Ergebnis heraus kommt. IR-Licht kann man ja leider nicht sehen, das würde die IR-Fotografie definitiv erleichtern 😉

        Deine Ergebnisse mit der Fuji sehen zumindest hier im Netz gut aus und S/W finde ich verträgt auch gut ein bisschen Körnung – eher zumindest als Farbe.

        Hast Du Farbe schon probiert oder ist das ein reiner 830 nm Filter? Bei 500 – 700 kann man mit den Filtern ja durchaus auch gute Farbergebnisse erzielen.

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