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Ein bisschen Weidner am Vomittag und noch ein bisschen mehr Weidner am Nachmittag

damit hat man eigentlich eine Garantie für einen gelungenen Fotografentag 😉

Der heutige Tag startete perfekt mit Morgenlicht genau in dem Moment, in dem wir die Bucht betreten haben – nicht nur Morgenlicht, sondern auch Morgensonne – das war jetzt nicht Weidner-gerecht aber ich fand’s trotzdem wunderschön.
Die Felsen wirken ein wenig wie schlafende Drachen, deren Rückenschuppen golden aufleuchten, wenn die Sonne sie trifft – verwunschen. Ich könnte den ganzen Tag da sitzen und den Drachen beim Aufwachen zuschauen.

Gestern Abend haben wir noch ein wenig zusammengesessen und einige haben ihre Bilder vom Tage gezeigt – ich fand das unglaublich mutig und auch völlig fremd für mich.
Ich lade zwar ganz ordentlich jeden abend meine Bilder herunter und verschlagworte sie, natürlich ‚blättere‘ ich auch schnell mal durch, keine Frage, aber ich bin bis gestern eigentlich gar nicht auf die Idee gekommen, dass ich sie auch gleich bearbeiten könnte.
Das erscheint mir auch nach längerem darüber Nachdenken keine gute Idee für mich. Ich sammle auf diesen Exkursionen Material mit der Kamera und Bilder im Kopf (oder in der Seele).
Das passiert glaube ich einigermaßen getrennt, ich erwische mich auch immer wieder dabei, dass es mich überrascht, dass die Kamera farbige Bilder aufgenommen hat, ich hab sie monochrom im Kopf. Meist muss ich auch ein wenig Zeit vergehen lassen, bevor ich mich daran machen kann, die aufgenommen Bilder in die Bilder umzuwandeln, die ich im sozusagen gesehen habe. Manchmal gelingt das nicht, manchmal sehe ich bei den aufgenommenen Bildern auch ganz neue Möglichkeiten – das kann ich aber erst, wenn das unmittelbare Erleben ein wenig vergangen ist und nicht mehr direkt an den Bildern hängt.
Dann erst kann ich eigentlich auch erst wirklich beurteilen, mit welchen Bild ich weiterarbeiten will, vorher gelingt mir das gar nicht, weil noch viel zu viel Gefühl daran hängt.
Vielleicht kommt das natürlich auch aus meiner analogen Vergangenheit, dieses Abstand schaffen passiert eigentlich automatisch, wenn man mit Film arbeitet. Bis man die Bilder richtig sehen kann, muss man ja erst entwickeln und dann belichten selbst wenn man erstmal nur Kontaktabzüge macht … all das schafft Distanz zu den Emotionen der Aufnahme.

Neben einer wirklich stark spürbaren Abwehr bei der Aussage: ‚das macht ja nichts, das mach ich nachher mit Photoshop weg/hin/besser/anders/grün/… ‚ da geht mir einiges deutlich zu weit und ich finde auch ehrlich gesagt, dass eine technisch überzeugende Umsatzung überhaupt nicht so einfach ist, wie dieser Satz das klingen lässt! – war das ein ganz großer Unterschied zu den anderen Gruppenmitgliedern, die zu Teil wohl gar nicht mit Film gearbeitet haben oder schon lange nicht mehr mit Film arbeiten.

Lieber Ralf, danke schön für Deine Ermutigung, da macht das Schreiben doch gleich noch mehr Spaß! Und das mit den Würmern die entweder nicht da sind oder aber schlecht schmecken hat auch Claus mittlerweile eingesehen ;-D

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