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Bretonische Brandung

Heute morgen liess sich das Netz überlisten, hier also nun mein Eintrag von gestern:

 

Unglaublich wie verschieden drei Buchten sein können, die doch direkt nebeneinander liegen!
Heute waren es große Steine auf einer Sandbank, völlig andere Stimmung, sehr ruhig, friedlich. Ich hatte heute die Hassi dabei, oder besser, heute habe ich sie auch tatsächlich mal ausgepackt. Ich dachte mir, dass das quadratische Format bei diesen Steinen gut funktionieren könnte.

Soweit die Theorie, in der Praxis bin ich nicht sooo wirklich gut zurechtgekommen.
Ich hatte das falsche Objektiv dabei (Weitwinkel) – hätte aber ganz klar ein Normal- oder Tee gebraucht um diese Steine gut einzufangen.
Wir wollten natürlich im keine Spuren hinterlassen, also kam ich für meine Bildideen nie nah genug ran, und irgendwie sind wir uns heute alle ein wenig auf die Füsse getreten, oder haben Stative in Kompositionen gestellt … heute hat man deutlich gemerkt, dass 12 Fotografen doch ganz schön viele sind.

Das hat jetzt meine fotografische Ausbeute für heute erstmal ein wenig geschmälert, nichtsdestotrotz war es wieder einmal eine geradezu verwunschene Bucht, das ist wirklich fantastisch hier.
Der Nachmittag war dann eher Programm für die Farb-Fotografen, das war mir ein wenig zu malerisch. Aber mit dem Rücken an der Kaimauer in der Sonne zu sitzen und das Meer rauschen zu hören ist auch wunderschön!

Nachdem ich dann gestern schon einige kleine Megalithen gesehen hatte, die mich gleich begeistert hatten, hab ich heute Abend dann festgestellt, dass es hier gleich um die Ecke auch einen Menhir geben soll, mit Blick aufs Meer – unwiderstehliche Kombi wie ich finde 😉
Also hab ich die abendliche Workshop – Runde geschwänzt und bin noch mal losgezogen.
Traumhaft!

Diese Menhire, die Dolmen und auch die ‚alignements‘, also die Formationen mehrerer ‚Hinkelsteine‘ faszinieren mich sehr.
Ich hab da schon vor 30 Jahren meinen damaligen Freund von einer Stelle zur anderen geschleppt … erinnere mich gut an ein Foto, auf dem er ziemlich ermattet auf einer Bank sitzt und wartet, dass ich mit der Fotografiererei fertig werde (das üblich Los meiner Begleiter ;-))… danke für die Geduld!

Heute abend musste sich niemand mit mir in Geduld üben, ich hatte auch die ganze Gegend für mich alleine. Der Menhir blickt wirklich über eine große Bucht hinweg auf den Atlantik, das alles bei Sonnenuntergang – muss ja gut sein!
Was mich an dieses Steine auch immer sehr bewegt, ist dass ich etwas anfasse, dass jemand vor wirklich langer Zeit auch angefasst hat, um es dort aufzustellen. Genau diesen Stein hat jemand aufgestellt, und nach tausenden von Jahren kann ich eben genau diesen Stein auch berühren, seine Oberfläche nachfahren, seine Wärme spüren. Ich empfinde wirklich Ehrfurcht in der Gegenwart dieser Steine.

Allen Lieben, die mir jetzt schon zu den Tagenbüchern geschrieben haben schicke ich also völlig erschöpfte aber absolut begeisterte Grüße vom Rande der Welt, ich danke Euch für wirklich netten Rückmeldungen!

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