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Follow the rainbow…

Was soll jetzt noch schiefgehen? Wenn schon der Regenbogen dahin zeigt, wo ich hinfahre??

Der Abschied von der Granit Rose und dem Meer ist mir heute wirklich schwer gefallen. Ich habe daher versucht, noch so lange am Wasser zu bleiben, wie es ging und bin über St. Malo gefahren. Dort habe ich die Stadtmauer umrundet, einen letzten Crêpe gegessen, noch einen Diabolo menthe getrunken – das hätte ich wirklich fast vergessen!! und bin noch ein bisschen durch die alte Korsarenstadt geschlendert.
Der Mont Saint Michel ist nur noch rund 50 km weit weg – obwohl ich nicht sicher war, ob das wirklich eine gute Idee ist, konnte ich ihn auch nicht nicht anfahren… Vor ungefähr 100 Jahren sind wir da mit dem Auto hin, haben praktisch direkt am Aufgang zum Berg geparkt (und es war ein ziemliches Theater, Ebbe und Flut zu berechnen, weil der Parkplatz bei Flut überschwemmt wurde) und haben dann den Tag auf dem heiligen Berg verbracht. Ich kann mich gut an die engen Gassen und die vielen Treppen erinnern, am beeindruckendsten fand ich aber damals den Kreuzgang.
Alle Geschichten, die ich aktuell über den Besuch des Mont Saint Michel gehört habe, klangen eigentlich so, dass ich da besser nicht hinfahren sollte. Aber irgendwie ging das auch nicht.
Und natürlich habe ich mich gleich in diesen riesigen Parkplätzen fangen lassen, unglaublich, das waren wirklich Quadratkilometer von Parkplätzen, und alles immer noch ca. 3 km weit weg vom Berg selbst. Es werden dann Shuttle-Busse angeboten, die man wohl umsonst benutzen kann, aber ich wollte ja nur einen Blick auf den Berg werfen, gar nicht hinaufgehen, das hätte viel zu lange gedauert.
Also dann doch zu Fuß bis zum Damm, um ihn wenigstens einmal ganz zu sehen, und er verfehlt seine Wirkung natürlich nicht, ist schon ein Wahnsinns-Teil, das da mitten aus dem Meer emporwächst.

Das war dann aber nun wirklich der letzte Blick aufs Meer, dann ging es durch Landesinnere bis hierher nach Chartres. Mal sehen, was mich da morgen erwartet, ich bin beim Hotel suchen schon an der erleuchteten Kathedrale vorbeigefahren – sieht GROSS aus 😉

Ich merke schon, dass ich mich auf den Heimweg gemacht habe, in Gedanken habe ich schon ein bisschen die nächste Woche durchgeblättert, schon Erinnerungen ins Handy getippt, was ich nicht vergessen will … erste Oh-Je Anfälle bekommen, weil dann die Ausstellung richtig dringend wird und ich über 30 Bilder printen und passepartourieren und rahmen muss und Texte schreiben… – schnell wieder den Terminkalender zuschlagen und morgen noch einmal auch mit dem Kopf in Frankreich bleiben und Steinhügel bestaunen, menschengemachte diesmal.

 

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