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Sentier des Douaniers – Zöllnerpfad

Am Morgen haben hier die Rettungsschwimmer ihre Übungen gemacht, das hat mich echt beeindruckt (ich hab keine Ahnung wie kalt das Wasser wohl ist, aber ich schätze mal, eher eisekalt) und die jungen Damen und Herren sind in ihren Neoprenanzügen da völlig tapfer in die Wellen gerannt – Chapeau! ich hab da bestimmt 30 min zugeschaut, wie sie sich um die Wette ihre Boards geholt und in die Fluten gestürzt haben und alle waren zitternd und schnatternd aber voller Enthusiasmus dabei.

Da der Zöllnerpfad gleich hier am Strand anfängt, hatte ich mir überlegt, das Auto stehen zu lassen, und gleich zu Fuss loszuziehen…

… das bedeutete allerdings ersteinmal einen Marsch von 1 Stunde, bevor ich die Granitfelsen erreicht hatte, das war mit der ‚Standardausrüstung‘ auf dem Buckel (inkl. Stativ) wirklich ziemlich anstrengend. Ich bin dann immerhin bis zum Leuchtturm gekommen, dort war ich dann aber ziemlich durch mit der Schlepperei und dem Auf- und Abbuckeln, Stativ aufbauen usw. Das Wetter war genial, der Himmel ganz vorbildlich leicht bewölkt, ab und zu ein wenig Sonne,  ein ganz wunderbares Licht – ich hab wirklich alles gegeben, um das heute auszunutzen. In erster Linie habe ich ‚gelöchelt‘ – wie mein Freund Ralf das nennt 😉 – weil ich mich ziemlich schnell entschieden hatte, dass ich den nächsten Teil morgen ganz sicher OHNE Stativ machen werde.

Die Kullisse ist auch hier einfach großartig, diese Felsen sind beeindruckend und haben ganz wunderbare Formen, manchmal kann man Tiere oder Gesichter erkennen, manchmal staunt man einfach nur ob der Größe oder der fasst ‚flüssig‘ wirkenden Gestalt.

Jetzt sitze ich in meinem Zimmer und schaue aufs Meer und bin völlig erleichtert, dass ich zum Essen nur ein Stockwerk überwinden muss…

3 Comments

  1. Jolomy Jolomy

    Für unseren Besuch der Côte de Granit rose wies eine Französin explizit auf den 11 km langen Zollweg nahe Ploumanach hin und stellte uns ihren Guide Vert (MICHELIN) Bretagne zur Tourenplanung sowie eine persönliche Liste von Restaurants im Umkreis unseres Feriendomizils zur Verfügung. Der Buchdeckel (Le Guide Vert) zeigt übrigens in Farbe einen Ausschnitt mit Leuchtturm im Mittelgrund ebenfalls mit Touristen als Größenmaßstab – wie Dein SW Panorama bei bedecktem Himmel. In anderen Reiseführern aus der Stadbücherei sind die Rosenquarzgranitfelsen im frühen oder späten Seitenlicht fotografiert worden. Ein ansprechender Farbkontrast des Granit rose gegenüber einem blauen Himmel und einem türkisfarbenen Atlantik mit weißer Gischt ab Stativ, wenn man zum passenden Zeitpunkt vor Ort sein kann. Mit Chance sogar ohne buntes Publikum in den Felsen – denn als kompositorische Staffage böte sich ggf. im Vordergrund meine Reisebegleitung an, falls die Kleidung farblich mit dem Hauptmotiv im Einklang ist …

    • Katrin Katrin

      Ja, der Sentier ist ein echtes muss. Vielleicht muss man nicht gleich ab Perros-Guirec gehen, da tut sich doch eine ganze Weile erstmal nix, aber ab dem Leuchtturm in Ploumanac’h und von dort in beide Richtungen ist es wunderschön.

      • Jolomy Jolomy

        Vielen Dank für den Tipp! Da ich attraktive Landschaftsmotive erwarte, packe ich meine 6×6 SLR inklusive einem kleinen, aber stabilen Tischstativ in den Reiserucksack ein. So kann ich ein Verkanten der Kamera vermeiden und auch hyperfokal die Komposition gestalten. Bei der optimalen Wahl der Blende 5,6 der 80 mm Normalbrennweite beträgt die hyperfokale Distanz etwa 20 Meter bei einem Zersteuungskreis von 0,06 mm, was für eine fünffache Vergößerung im Format 30×30 cm gut passt. Und bei Blende 8 könnte ich meine Reisebegleitung als Maßstab in 14 m Distanz zum Stativ positionieren, sodaß etwa der Leuchtturm im Hintergrund dennoch en detail wahrzunehmen ist. Die rosa Felsen im Vordergrund dürfen dann gern etwas im Unscharfen verbleiben, was die räumliche Illusion nur fördern wird. Zur Anreise per Auto verstaue ich die Filmrollen in einer kleinen Kühltasche; unterwegs nehme ich dann jedoch maximal zwei 120iger Kodak Portra 160 im Rucksack mit.

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