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A little life – Hanya Yanagihara

Die Geschichte begleitet das Leben von vier Männern über drei Jahrzehnte, von Anfang zwanzig bis Anfang fünfzig. Die beiden zentralen Personen sind so genau und einfühlsam gezeichnet, dass sie mir sehr nahegehen – wie auch die Lebenswege aller Hauptpersonen.
Manche Episoden sind einfach nur grausam, da fällt es schwer, weiterzulesen, aber es gleitet zu keinem Zeitpunkt ab ins Unglaubwürdige. Die geschilderten Erfahrungen fühlen sich authentisch an, und ‚erlebt‘.
Aber es gibt auch glückliche Momente, die in einer derart hellen und klaren Sprache geschildert werden, dass man die Passagen vor lauter Freude mehrmals liest.
Sehr beeindruckt mich auch, wie verschieden die Personen empfinden und denken, jeder für sich ist absolut überzeugend. Hanya Yanagihara schafft es wirklich, den Leser in einen anderen Menschen, in einen anderen Geist hinein zu versetzen, seine Motive, seine Überzeugungen, seine Ängste zu verstehen, ohne Wertungen und fertige Lösungen anzubieten.
Man muss einigermaßen hart im Nehmen sein: aber dann: extrem lesenswert!

Zitate:
– …at five thirty, the light was perfect: buttery and dense and fat somehow…
– …that it was a relief to simply be with another person to whom you didn’t have to explain anything: you could just look and look, and when you asked questions, they were usually blunt and technical and literal.
– But recently, he could feel his patience sharpening itself into something splintery and ragged, chipping into dry little bits.
– … that none of them would have to move from that moment, when everything was in equilibrium and his affection for them was perfect. But, of course, that was never to be: a beat later, and everything shifted, and the moment quietly vanished.

 

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