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4 Comments

  1. Jolomy Jolomy

    Deine Camera Obscura konserviert nicht nur einen kurzen Augenblick, sondern quasi zeitlos eine vergleichsweise lange Szene in einem einzigen Bild.
    Deine Serie – aufgenommen in der Bretagne – finde ich sehr gelungen! Ich bin heute schon sehr gespannt, was mich für Motive in welchem Licht an der Nordküste nahe dem Cap-Fréhel erwarten werden.

    • Katrin Katrin

      Ja, das ist schön gesagt! Und vielen Dank!
      Ich geniesse das Arbeiten mit der Lochkamera sehr – ich hab Zeit, kann mich auch ein wenig umsehen – man kann ganz anders ‚da‘ sein.

      Ich war sehr begeistert vom Norden der Bretagne, das Licht war fantastisch weich und voll. Wann gehts denn los?

      • Jolomy Jolomy

        Wir werden noch vor Beginn der Sommerferien anreisen, sodaß das Grün der Vegetation noch nicht ganz vergilbt ist. Allein schon wegen der zahlreichen Grüntöne der Algen etc. verwende ich einen modernen Farbnegativfilm in neutraler Abstimmung. Die Farbreproduktion via sRGB oder Adobe 1998 fällt doch sehr karg aus, weshalb man selten Naturaufnahmen in der Werbung der DSLR/DSLM Flagschiffe zu sehen bekommt. Man braucht bloß einmal eine rot Ampel digital aufzunehmen, mit LR oder PS optimal zum Drucken aufbereiten und das Ergebnis mit dem Original vergleichen.
        An einem frostigen Wintermorgen kehrte ich mit meiner 500 C/M zu Fuß von Packeisfotos der Elbe zurück und fotografierte spontan – ohne Stativ – bei eisigem Wind mit Handschuhen ein Theaterschiff in der Marsch von einem erhöhten Standpunkt aus mit dem Kodak Portra 160 @ LW = 14 – nur eine einzige Belichtung! Das Farbnegativ wurde dann konventionell im Fotolabor mit Lichtmischkopf auf 30 x 30 cm vergrößert und hängt nun seit rund vier Jahren im Alu-Rahmen an der Wand. Der rote Rumpf, die weißen Aufbauten sowie das grüne Deck unterstreichen zum Gelb des Schilfs im Vordergrund und zum hellblauen/weißen Himmel als Hintergrund bei tiefstehender Sonne die räumliche Illusion.

        Deine Langzeitaufnahmen zeigen eine andere Wahrnehmung der Landschaft im Vergleich zu den eiligen Schnappschüssen während der Spaziergänge auf dem Meeresgrund. Die Wahl der Ausrüstung wirkt sich wohl doch etwas auf die Ergebnisse aus, oder?

        • Katrin Katrin

          Das stimmt für mich auf jeden Fall, die Ausrüstung bestimmt bei mir schon das Sehen – mit der Lochkamera suche ich völlig andere Motive, als mit der Digitalen. Ich kann da auch nicht so schnell Hin-und-Her schalten, das braucht immer ein bisschen Zeit 😉 . Meist gehe ich wirkleich ein zweites Mal herum, mit anderen Augen.
          Und damit ändern sich natürlich auch die Ergebnisse…

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