Playdate V - Reduktion auf das Wesentliche

Dieses mal haben sich eine ganze Menge anderer von der Idee anstecken lassen und haben auch schon jede Menge Bilder gepostet, das war schon mal ein wirklich schöner Effekt dieser Aufgabe. Mein Eindruck ist, dass Reduktion durch Überbelichtung eigentlich mit am häufigsten umgesetzt wurde, aber es gab auch (für mich) richtig überraschende Ideen, zum Beispiel den eigenen Radius zu reduzieren, also an einem Ort zu bleiben das zu fotografieren, was sich da so ergibt oder vorüberkommt (zu sehen bei Birgit und Bee).
Das hat mir dieses Mal am meisten imponiert, dass es so ganz fremde Einfälle gab. Und ich sehe mich auf jeden Fall einmal auf einer Bank sitzen und zu fotografieren, wer oder was da vorbeizieht ;-)

Ganz persönlich fand ich es gar nicht so leicht, vor allem wohl die Ruhe zu finden, die ich mir für diese Aufgabe gewünscht hatte.

Als die Aufgabe neu gestellt war, war es anscheinend noch Winter, zumindest habe ich da gleich ein Bild dafür gemacht.


Bei einem Ausflug im Februar entstanden dann die folgenden Bilder. Anfangs wollte mir keine rechte Umsetzung in schwarz-weiss gelingen, die ich nicht dann auch etwas langweilig fand - aber mit einem kleinen Schubs in Richtung Kontrast und Helligkeit war dann schnell die Richtung klar.
Das hätte ich sicherlich auch gleich so belichten können, also zumindest die Aufnahme schon mal sehr überbelichten können.
Ich stelle aber immer häufiger fest, dass ich eher Material sammele, das ich dann weiterver- und bearbeite, also nicht schon vorher festlege was nachher daraus wird, sondern das lieber in einem weiteren Schritt mache. 
Daher ist es bei der Aufnahme eher mein Anliegen, eine möglichst gute Qualität zu bekommen, die mir Bearbeitungen in möglichst viele Richtungen ermöglicht.
Her war der Silver Efex Pro im Einsatz, der Grundfilter war 'Film Noir' und der Rest dann nach Gefallen angepasst.


An den nächsten dreien bin ich sicher schon hundertundsiebenmal vorbeigegangen - aber beim richtigen Licht und der richtigen Stimmung waren es auf einmal 'Tanzende'


Auf dem Weg vom Parkplatz zu einer Besprechung in Nürnberg kam ich hier vorbei (Hipstamatic App, Scott S Linse, Black Keys IR Film)

Zum Abschluss dann noch zwei kleine Serien aus Linz, aus der alten Tabakfabrik. Ursprünglich bin ich da hin gegangen, weil ich einerseits ein Faible habe für große Maschinen und Industriebauten und andererseits weil diese Fabrik von Peter Behrens gebaut wurde, der auch eine Maschinenhalle in Berlin gebaut hat, in der ich vor vielen Jahren mal gearbeitet habe.



Wie so oft finde ich es schade, dass 'es' vorbei ist - ist natürlich auch Quark, ich kann ja damit auch noch weitermachen, so lange es mir Spaß macht  😊 aber so eine Aufgabe ist doch immer wieder ein netter Anlass, mal einen anderen Blick einzusetzen und anders durchs Leben zu gehen.

Was mir ganz besonders daran gefallen hat, ist dass das Suchen nach reduzierten Motiven auch zu einer inneren Ruhe geführt hat. Ich fand es nicht so einfach, damit anzufangen, besonders dann nicht, wenn der Alltag so turbulent ist, fällt es mir nicht so leicht, mich auf 'Reduktion' überhaupt einzulassen.
Aber wenn ich dann mal einen Anfang gemacht hatte, wurde ich ruhiger, ich nahm mir mehr Zeit, mich umzusehen, wurde aufmerksamer - insgesamt also eine eher ganzheitliche Übung 😊 - die mir guttut und die ich ab und zu mal einfach einbauen sollte.

Weitere Mitmacher neben Birgit waren DosenkunstNahaufnahme, Myeverydaylife (Bee)- und zu Connys Beitrag geht es hier.

Die Playdates machen jetzt eine Pause, da im Moment bei uns beiden gerade andere Dinge im Vordergrund stehen. Wenn wieder mehr Luft ist, geht es aber weiter!