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Five Bells – Gail Jones

five bellsEin sonniger Samstag in Sydney, vier Menschen sind mit ganz unterschiedlichen Zielen und Absichten unterwegs zum Circular Quay, dem Platz, an dem das Opernhaus steht.
Jede ist mit schmerzhaften Erinnerungen beschäftigt, zwei der Personen, Ellie und James waren vor 30 Jahren ein Liebespaar und treffen sich nun wieder, Catherine trauert um ihren Bruder und Pei Xing erinnert sich an ihre Kindheit und Jugend in China.
Was sie aber alle miteinander verbindet, ist ein Moment auf dem Platz, ein ganz kurzer, beiläufiger Eindruck von einem kleinem Mädchen – der am Abend eine ganz andere Qualität und Bedeutung erhält.

Anfangs fand ich es gar nicht so einfach, den völlig unterschiedlichen Personen und Geschichten zu folgen, nach einer Weile aber konnte ich mich auf den Rhythmus der Erzählung, dem Wechsel zwischen Rückblenden und Gegenwart, zwischen den völlig verschiedenenen Schicksalen einlassen, die sehr liebevoll gezeichnet sind.

Die Stimmung des Buches ist eher melancholisch und leicht wehmütig, das passt wie ich finde ganz hervorragend zu Erinnerungen und Rückblicken auf das Leben.
Die Wendung, die die Geschichte am Abend nimmt, ist völlig überraschend  und gibt der ganzen Konstruktion Halt – hat mir sehr gefallen!

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