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Playdate II – Tell me a story – Teil 1

Für diese Aufgabe hatten wir uns doch eine ganze Menge Zeit genommen, unter anderem auch, weil ich das eigentlich gerne analog bearbeiten wollte. Der großzügige Zeitrahmen hat mir ganz gut getan, da ich anfangs noch gar nicht so richtig wusste, wo die Reise hingehen könnte.

Leider musste ich die Idee, analog zu arbeiten doch relativ schnell verwerfen, da kam mir das ‚echte‘ Leben doch mit ziemlich großen Hürden und Anforderungen an Zeit und Kraft ganz schön in die Quere.

Ich war aber doch immer wieder dankbar, dass ich diese Aufgabe für mich hatte, denn auch wenn mir in manchen Wochen doch die Motivation für die Fotografie fehlte, hatte ich doch einen gewissen Druck, daran weiterzuarbeiten.

Ich merke auch immer wieder, dass für mich der Spruch von Chuck Close:

‚Inspiration is for amateurs; the rest of us just show up and get to work. If you wait around for the clouds to part and a bolt of lightning to strike you in the brain, you are not going to make an awful lot of work. All the best ideas come out of the process; they come out of the work itself. Things occur to you. If you’re sitting around trying to dream up a great art idea, you can sit there a long time before anything happens. But if you just get to work, something will occur to you and something else will occur to you and something else that you reject will push you in another direction.‘

auf jeden Fall stimmt, ich habe eigentlich nie so richtig gewusst, wo mich die ursprünglichen Ideen hintragen werden, das hat sich dann in der Regel beim Arbeiten ergeben. Auf einmal springt ein Funke über und dann weiß ich, wie es weitergehen kann.

Grundsätzlich habe für mich sehr viel daraus gelernt, wie ich Projekte angehe und wie ich (eigentlich) gerne erzählen möchte:

Von der ersten Idee, mit einem einigermaßen festen Drehbuch loszuziehen habe ich mich sehr schnell verabschiedet, meine Drehbücher waren extrem unoriginell und mich hat das unglaublich gebremst, in diesem Fall war die Beschränkung nicht befreiend sondern einfach nur einschränkend.

Eine Geschichte nachzuerzählen – das hat ein Fotofreund letzte Woche vorgeschlagen – auf die Idee bin ich gar nicht gekommen – da war ich baff. Bei genauerem Überlegen wäre das wohl auch nichts für mich gewesen, ich wollte ja auch gerne erleben, was sich da aus mir selbst erzählen will, das war ja auch ein großer Reiz an der Aufgabe für mich.

Ich habe dann beschlossen, mir und meiner bisherigen Vorgehensweise (in der Fotografie, im Leben?) zu vertrauen: loslegen und sehen, was kommt.

Nach ein paar Anläufen ging das auch ganz gut, diese Art kommt natürlich auch der Tatsache entgegen, dass ich mich gerne von den Motiven finden lasse, also wenn möglich, nicht arrangiere.

Am ‘Ende‘ sind mehrere Geschichten dabei rausgekommen, damit der Post nicht so lang wird, stelle ich heute die beiden ersten Geschichten vor und in einem weiteren Post am Dienstag oder Mittwoch dann die anderen.
Die beiden ersten Geschichten ergaben sich sozusagen um ein ein ‚Kernbild’ herum (und es war auch bei der Aufnahme schon klar, dass das das Kernbild sein würde, da gab es einfach ein Motiv, das klar sagte: ‘ ich bin das Zentrum‘) und musste dann noch Kapitel aussen herum dazu finden. Diese Art zu arbeiten war neu und sehr spannend für mich, ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Teil sein wird, der mir bleibt: auch mal ‚außenrum‘ um meine eigentliches Motiv ergänzende Bilder zu finden.Die Geschichten sind mit ‚besonderen‘ Objektiven entstanden, die erste Geschichte ‚Eines Abends‘ mit einem Lensbaby und die ‚Im Garten so lauschig‘ mit der Squeezerlens.

Für die ‚Eines Abends‘ habe ich einfach mal die Kamera mitgenommen und den Abend dokumentiert. Es gab keinen festen Plan und ich hatte auch keine fertige Geschichte im Sinn, ich hab einfach drauf los fotografiert und am Ende dann eigentlich erst eine Geschichte daraus gemacht, die mir gefallen hat.

Bei ‚Im Garten so lauschig‘ war ich schon mit dem Gedanken unterwegs, eine Geschichte in diesem Garten zu erzählen (der mich schon seit ein paar Jahren begeistert, ein verwunschener, riesiger Bauerngarten in dem ich richtig gerne sitze und flaniere) – als ich die Puppe auf der Bank sah, war die Geschichte dann auch ziemlich schnell klar, diese ist also nicht zu Hause entstanden sondern gleich vor Ort.

Hier findet Ihr einen Link zu Conny’s Ergebnissen und hier könnt Ihr noch einmal die Aufgabe nachlesen.

Was die Playdates an sich und die Ideen dahinter sind erfahrt ihr hier.

2 Comments

  1. Schöne Geschichten.
    Ich bin auch nicht gerne so „verkopft“ , sondern starte und schaue wohin es mich trägt. Dir hat es zwei schöne Stories gebracht.

    Interessant wäre es jetzt, von einem dritten einen Text dazu schreiben zu lassen. Was da wohl rauskäme?
    Lg,
    Werner

    • Katrin Katrin

      Hallo Werner, ja, das wäre was! Fühl Dich herzlich eingeladen, wenn Dich das reizt!
      LG Katrin

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