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Spass mit Washi

Da das Wetter hier so richtig grauenhaft geworden ist, habe ich den geplanten Ausflug an die Buchberger Leite erst einmal verschoben – und hatte auf einmal unverplante Zeit 😉 – da hab ich  mich endlich mal um die beiden Washi-Filme kümmern können, die ich vor einiger Zeit belichtet habe und habe sie heute entwickelt.

Washi-Film ist ein Papierfilm aus traditionellem Japan-Papier, der von Hand sensibilisiert wird. Die Papiernegative sind transparent und zeigen die typische Struktur des Papieres.
Die Beschichtung ist isochromatisch, d.h. empfindlich für Blautöne, aber wenig empfindlich für Rottöne.
Ich habe die beiden Rollen als Testrollen geschenkt bekommen und war zwar ziemlich neugierig was dabei rauskommt – aber wie das dann so ist – es ergab sich längere Zeit keine gute Gelegenheit, sie einzusetzen und so sind beide Filme leider schon abgelaufen gewesen, als ich sie belichtet habe.

Einen Film habe ich in die Ondu-Pinhole Kamera eingelegt, den anderen in die Fotoman 612 – ein Versuch sozusagen mit beiden Extremen der Kameratechnik: ohne Objektiv und mit Großformatobjektiv – Spass darf sein 😀 .

Der Film ist zu dünn als dass man ihn in der Dose entwickeln könnte, man muss also wirklich Hand anlegen und ihn bei Rotlicht auf Sicht entwickeln. Erstmal habe ich das Video auf Youtube nochmal studiert und war doch etwas unsicher, ob ich das auch hinkriegen werde aber letztendlich war das die allerbeste und witzigste Filmentwicklung, die ich jemals gemacht habe – das Baden des Films im Entwickler ist ziemlich unkompliziert denn das Einrollen des Films ist in dem Moment vorbei, in dem der Film nass ist und ab da ist es photographische Magie pur.

Die Anleitung sagt, man soll ihn in Eukobrom (oder einem anderen Papierentwickler) 1+1 entwickeln – das erschien mir etwas zu heftig, daher hab ich es erstmal mit 1+9 versucht, wie bei der normalen Papierentwicklung.
Die Schwärzung kam recht schnell, und wurde auch schnell stabil – bin mir nicht sicher, wie schnell das mit 1+1 geworden wäre, aber 1+9 war gut zu beherrschen.

Jetzt hängen die Filme zu m trocknen – so wie es aussieht, ist der eine Film wirklich ziemlich am Ende gewesen, einige Negative sehen ganz schwach aus (obwohl sie eher über- als unterbelichtet sein sollten – ich hab auf ISO 12 anstatt ISO 25 belichtet) – im Moment wirken sie fast wie eine Tuschezeichnung.

Sobald ich sie eingescannt habe, stelle ich die Ergebnisse online.

 

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